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er geweſen. Ich ſtand mit auf der änßerſten Baſtion der Neuſtadt, von wo der Schuß geſchah, und ſah mit ſchar⸗ fem Auge ſelbſt den ſeltſamen Treffer. Aber fürchte nichts; der ſüddeutſche Soldat ſcheut den Nachtfroſt und liegt weit von uns im warmen Quartier; und ſollte ein räu⸗ beriſcher Kroat hier kreuzen, ſo ſind wir ja zu zwei, tragen die Degen nicht umſonſt, und brächen die dünnen Stahl⸗ klingen, vertheidigt Dich bis zum letzten Athemzuge mein römiſch Stillet, das ich noch immer auf dem Herzen trage.—
Mit einer ſcherzhaften Wuthgrimmaſſe und einer Hel⸗ denſtellung riß er dabei ſein Wamms auf und zog den ſcharfen Dolch, und ließ die blanke Klinge, zum Stoß ausholend, im Sonnenſcheine funkeln.
Du trägſt die Meuchlerwaffe, die ich nie leiden konnte, auch jetzt noch, im ehrlichen Vaterlande? fragte vorwurfs⸗ voll der Bildhauer.—
Gewohnheit! antwortete keck der Maler. Und ich will's geſtehen, ſüße Erinnerung; ſchenkte ſie mir doch das Fräulein auf der Villa Negroni, als ich dort dem Guido die großen Wandbilder ausführen half, und die Straßen nächtlicher Weile durch Raubgeſindel aus der Campagna unſicher geworden.—
Aber was trägſt Du daneben auf der Bruſt? fragte Jeremias verwundert fort, und deutete auf ein kleines goldnes Kruzifix, welches Erich bei dem Oeffnen des Klei⸗ des mit hervorgeriſſen. Der Maler ſchien betroffen und ſein Geſicht röthete ſich höher, indem er das Heiligthum nebſt dem rothen Bande, woran es ying, ſchnell wieder zu verhüllen bemüht war.
Ein Erinnerungszeichen, gleich wie die Waffe, ver⸗ ſetzte er dann in leichterem Tone, die Betroffenheit


