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Der Comte Pavot kam zurück, mich abzuholen. Eu⸗ lalie iſt krank und bedarf den Arzt wie den Geliebten! ſprach er, und die Angſt miſchte Wermuth zu meiner Freude, und zügelte den Jubel der Liebe. Im Wohn⸗ zimmer empfing uns die Tante Sarotte mit tiefen, ſtei⸗ fen Verbeugungen. Unwille, Haß und Reſpekt vor dem gewaltigen Präfekten, kämpften ſichtlich in der wider⸗ wärtigen Perſon. Aber muß es denn ſein? ſtotterte ſie. Könnte nicht ein Arzt aus Nantes geholt werden, ein Gläubiger, ein alter, erfahrener Herr?—
Wer der Menſchheit gedient wie mein Freund, ant⸗ wortete der Comte mit Unmuth, iſt ein Rechtgläubiger vor Gott. Und hier drängt die Noth.— Alle meine Glieder zitterten bei den Worten. Demoiſelle Sarotte machte ihren tiefen Knix noch einmal, und öffnete die Nebenthür. Die Benennung Freund hatte einen hef⸗ tigen Schreck in alle vergelbten Geſichtszüge gedrückt. Der Herr Präfekt haben die Verantwortung auf ſich genommen! ſprach ſie mit verzerrten Lippen, und machte ceremoniös Platz. Ich trat in heftiger Bewegung ein. Mit einem lauten Freudenſchrei fuhr Eulalie in ihrem Bette empor, aber gleich darauf fiel ſie wieder zurück und bedeckte ihr Antlitz mit dem Tuche.—
Mein erſter Blick hatte übergenug des Entſetzlichen geſehen. Eulaliens Krankheit waren die Blattern, und kein Zweifel, ich ſelbſt hatte ſie ihr zugetragen, konnte ich doch nicht vermuthen, daß in einem ſolchen Hauſe elterliche Vorſicht den Schutz der Kinder verſäumt habe. — Ich warf mich über ſie hin, ich riß das weiße Tuch aus ihren Händen, ich bedeckte ihr brennendes Geſicht mit meinen Küſſen.
O, Du biſt wieder da! Du biſt nicht ermordet! Nun


