Teil eines Werkes 
8 (1843)
Entstehung
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muß, ſoll ein ewiger Friede die Kinder Adams beglücken. — Amen! ſetzte Hermann leiſe hinzu.—

Robertus, der Tempelmeiſter, und Eljakim kamen eilig durch die Vorhalle des Hauſes. Böſe Botſchaft brachten ſie. Der Athabek Nureddin war ſchon nahe der Stadt. Seine leichten Reiter ſchwärmten ſchon im Ange⸗ ſicht der Chriſtenpoſten, und die ſarazeniſche Beſatzung

der Burg jauchzte ihren Glaubensgenoſſen entgegen, und

ließ hundert Fähnlein flattern, und Pauken und Zimbeln tönten von der wolkenhohen Mauer. Graf Joscelin hatte alle Krieger in die Stadt gezogen, doch konnte ſelbſt der keckeſte Muth wenig hoffen. Nureddins Geſchwader waren zahllos, ſein Kriegsgezeug vortrefflich, ſeine wilde Tapfer⸗ keit, ſein grenzenloſer Starrſinn bekannt, und überdem jetzt ſein Zorn durch die verrätheriſche Uebergabe dieſer Stadt, der ſchönſten Eroberung und Triumphſtätte ſeines angebetenen Vaters Zenki, auf das Höchſte geſtiegen. Schonung war nimmer zu erwarten.

Eljakim zagte nur um ſein Kind; er ſelbſt wollte treu im Dienſte des Grafen Joscelin, deſſen Vater ihm Wohlthäter geweſen, wollte im Dienſte der Kranken des Bundesheeres verbleiben. Der Armenier gab Rath. Er rieth, den deutſchen Rittersmann mit der Jungfrau fort⸗ zuſchicken aus der Stadt, ehe ſie umzingelt ſei; ein ſicheres Aſyl und eine neue Heimath verſprach er beiden zu geben. Der gute Rath ward angenommen, und in⸗ deſſen Vater und Tochter einige Kleinodien und etwas Geld einpackten, Reiſekleider hervorſuchten und die Kür⸗ bisflaſchen füllten, ſtand Piractos mit dem Grafen von Leuenrode im Fenſterbogen, und ſprach zu ihm ſolch Abſchiedswort; Vaterſegen iſt es, was jetzt mein Mund

über Dich ausſpricht; folge ihm, Du theuerſter Sohn