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Willen. Harret nur hier geduldig am Ufer; der Emir ſendet euch vielleicht bald ein bedeutender Löſegeld her⸗ über, als euer Geiz je berechnet. Ich ſchenke euch meinen Antheil voraus, denn meine Pflicht ruft mich die Bahn chriſtlicher Ehre hinan, die ihr insgeſammt wohl nimmer gekannt habt.— So lachend, ſprengte er durch die Platzmachenden hin zu der eroberten Stadt, von dem rothen Wolkenzuge der weiten Seidenfahne umwallt und wie mit einem Imperatormantel bedeckt.—
Die Morgenſonne hob ſich ſanft und ſtill aus den öſtlichen Bergen. Am geöffneten Fenſter eines Prunk⸗ gemachs im JPalaſte der chriſtlichen Herrſcher Edeſſa's ſtand der hochwürdige Tempelmeiſter Robertus, ſein Morgengebet verrichtend.
Gütige Weisheit, ſo ſchloß er die Worte der In⸗ brunſt, der Du der Quell biſt und der Vater der Gei⸗ ſter, wecke einen zweiten Heiland, und gieß in ihn Deinen kräftigſten Ausfluß, denn es thut Noth jetzt! Wecke ihn, ehe denn der Name Menſch ein Schimpfſpruch wird und ein Schandfleck! O, ſammle ſie alle, die Dich rein anbeten, mögen ſie Dich Jehova nennen oder Tien, Allah oder Fo, ſammle ſie alle unter dem Mantel Deiner großen Tochter Natur, damit ſie ein Volk werden, Dein Volk, Menſchenliebe ihr Geſetz, und das Recht ihres Königes Scepter!—
Wehmüthig verſank der Alte in tiefes Nachſinnen, noch immer die Hände fromm gefaltet, da trat ein Diener herein und meldete, es ſeien junge Rittersleute draußen.—.
Laß ſie ein! befahl ernſt der Meiſter und wandte
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