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men, um„America zu evangeliſiren.“ Die Perlen der religiöſen und moraliſchen Literatur Englands und Americas in Verſen und Proſa werden in dieſen Volks⸗ ſchriften geſammelt, welche man hübſch druckt und mit ſchönen Holzſchnitten verſieht. Mehrere hundert Colpor⸗ teurs werden jährlich ausgeſandt, um ſie über die ganze Union bis in ihre entlegenſten Theile unter den Fremden und in den Wildniſſen zu verbreiten; und ſo fährt die evangeliſche Kirche noch heute fort, einen ſanften Manna⸗ regen wie eine Saat aus der Hand des großen Sämanns über das Land fallen zu laſſen, und das Gute, das dadurch geweckt wird, und namentlich in den Herzen der Kinder und Jugend aufſprießt, iſt unberechenbar.
Und blickt man von dieſer großen Pflanzanſtalt, die in mehreren der nördlichen Staaten Nachahmung gefunden hat, weg auf die Volksſchulen, auf die Anſtalten für Verwahrloste, für Verbrecher, auf die Aſyle für die Wahnſinnigen, die Unglücklichen in der Geſellſchaft und vor Allem auf die ſtets zunehmende Aufmerkſam⸗ keit, die man ihnen widmet, überhaupt auf die Bemü⸗ hungenaller Art, wodurch man in den Vereinigten Staaten die Nachtſeite des Geſellſchaftslebens aufzuheben ſucht, ſo läßt ſich nicht längnen, daß ſie vor allen Staaten den Namen chriſtlicher Staaten verdienen.
Aber Sie werden ſagen, dieß ſei bloß eine Seite des Gemäldes und man wiſſe recht gut, daß auch ein andres Leben in dieſen Staaten wachſe, eine Verehrung und eine Kirche, die nicht Gottes iſt. Ich weiß das wohl. Die alte Schlange lebt auch auf der neuen Erde. Und nenne man es Mammonsverehrung, Sklaverei, Deſpotie, Pöbelberrſchaft, oder welchen Namen man für das Princip der Selbſtſucht oder Lüge am bezeichnendſten finden mag, es lebt, es wächst, wie das Unkraut neben dem Waizen. Ja es ſcheint mir, daß die weſentlichſten Richtungen im Menſchengeiſt im Guten und im Böſen, welche im Verlauf der Geſchichte in Aſien und Europa


