Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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516 amte für alle Aemter iſt in ihm; denn er kann und wird auch alles das ſein, wenn er von der Gemeinde dazu ernannt wird. Der Menſch trägt die Fäbigkeit dazu in ſich. Jedermann fühlt ſich als einen Mann für ſich und dabei als innig in ſolidariſchem Bund mit allen Uebrigen vereinigt. Die Gemeinde verwaltet ſich ſelbſt durch Einſetzung ihrer Beamten. Dieſe wer⸗ den durch Abſtimmung gewählt. Die Stimmen der Meiſten ſind entſcheidend Alle verpflichten ſich, die Geſetze oder Beamten, welche durch die Stimmen der Mehrzahl verordnet ſind, zu reſpectiren und ihnen Ge⸗ horſam zu leiſten.

Das Document über dieſe Uebereinkunft wird von den Auswanderern unterzeichnet, noch ehe ſie die Mai⸗ blume verlaſſen und die neue Erde betreten haben. Als die kleine Geſellſchaft ans Land ſteigt, iſt ſie in ihrem weſentlichen, ihrem ſchaffenden Prinzip bereits fertig. Es werden ſich in ihr Beamte, Prieſter und Richter vorfinden, wie jede menſchliche Geſellſchaft dieß fordert, aber ſie ſollen von dem Volk gewählt werden. Weder Rang noch Reichthum ſoll dabei gelten; Nichts ſoll in der neuen Geſellſchaft höher ſtehen, als die Eigenſchaften, welche den Fiſcher Petrus und den Tep⸗ pichmacher Paulus zu Apoſteln in Chriſti Reich mach⸗ ten. Der in Chriſto freigewordene Menſch ſteht als der höchſte auf Erden da; es gibt keinen höheren über ihm. Sein Rang und ſeine Würde ſind abſolut. Seine Arbeit bekommt dadurch auch einen höchſten Werth. Die Heiligung des Lebens und die Ehre der Arbeit ſind Geſetze im Staate der Pilger, und der Inbegriff ihres Lebens in der neuen Welt während der erſten Decennien ſind Gottesdienſt und Arbeit.

So die kleine Colonie der Maiblume. Sie wat der Same. Er fiel auf gutes Land und trug hun⸗ dertfältige Frucht. Es war eine ſchaffende Kraft in dieſem Saatkorn, und wir erkennen dieſelbe noch heute

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