Teil eines Werkes 
3. Bd. (1854)
Entstehung
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Nachwort im Mai 1853.

Sie, an welche dieſe Briefe geſchrieben waren, durfte ich nicht wieder ſehen. An der Schwelle meines Hauſes kamen mir die Worte entgegen:Sie iſt nicht hier, ſie iſt auferſtanden. In meinem verödeten Hauſe empfing mich meine alte Mutter mit Thränen. Sie, welche die Sonne und das Leben des Hauſes geweſen, war dahin gegangen. Draußen fiel Schnee auf ihr Grab.

Wäre ſie am Leben geblieben, ſo wären dieſe Briefe wahrſcheinlich niemals gedruckt worden. Oder ſie wä⸗ ren vorher einer Umſchmelzung unterworfen worden und vermuthlich zu ihrem Vortheil. Denn ich hätte da eine Freundin zur Seite gehabt, in deren reinem Sinn ich, wie in einem klaren Spiegel, meine Fehler hätte ſehen können. Jetzt bin ich allein geweſen.

Der Brief an Profeſſor H. Martenſen wurde in Amerita ausgedacht, aber erſt in Europa niedergeſchrie⸗ ben. Auf meiner Reiſe im großen Weſtlande fehlte es mir an Zeit und Ruhe zu einem klaren Ueberblick über die Gegenſtände, von denen ich ſchreiben wollte. Ich konnte manchmal den Wald vor den Bäumen nicht ſehen, und die Kirchen hinderten mich die Kirche recht aufzufaſſen.

Jetzt da die Wälder der neuen Welt fern von mir ſauſen und das große Bild ihres Geſellſchaftslebens in ſtiller Klarheit dieſſeits des ſtürmiſchen Meeres vor mir ſteht, jetzt kann ich die hauptſächlichen, beſtimmen⸗ den Züge beſſer unterſcheiden als vorher. Einige von ihnen habe ich bereits gezeichnet. Einen der bedeut⸗ ſamſten habe ich hier dem edlen und ſcharffinnigen Denker zu ſchildern geſucht, den ich meinen Lehrer und Freund nennen zu dürfen das Glück habe.

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