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iſt erſtickend; kein Windhauch, keine Luft, ſondern eine Hitze wie in einem Ofen. Nur Abends, wenn der Mond aufgegangen iſt und ſeine Silberfluthen unter die Schatten der Ufer und des Fluſſes ausgießt, dann iſt es ſchön. Geſtern Abend ſchlich ich mich allein und mit unſäglicher Wehmuth durch den Park.„Dieß Alles iſt jetzt vorbei, dieſe Zeit, dieſe Bande der Freundſchaft, dieſe großen Erſcheinungen einer neuen Welt, dieſe ſchönen lebenswarmen Verhältniſſe, vorbei, vorbei!“ Ich benetzte das Gras mit meinen Thränen. Aber als ich emporſchaute, da ſah der Vollmond klar und groß auf mich herab und leuchtete mir in die Seele und ſagte:„Nein es iſt nicht vorbei. Stärke dein Herz mit dem Licht, das ewig währt. Was der Menſch ſo gefunden, ſo vernommen hat, das bleibt ihm für im⸗ mer und kann nicht ſterben. Das iſt eine unvergäng⸗ liche Saat, die ſich in neuen reichen Ernten im Reiche des Lichtes erneuen wird.“ Siehſt Du, das ſagte der Mond, mein Freund, zu mir, und getröſtet ging ich wieder hinein und war ſtill und dankbar. Morgen reiſe ich nach New⸗York, wohin meine Freunde mich begleiten.
Manches inhaltreiche Wort habe ich in dieſen Ta⸗ gen von einem ſtillen Freunde gehört, der jetzt wie früher nur wenig ſagt, aber in dieſem Wenigen ſo viel. Er wünſcht, daß ich das Gute und Böſe in dieſem Lande mit Klarheit auffaſſen und ohne Vorbehalt aus⸗ ſprechen ſolle, aber er überläßt es meinem eigenen Geiſt die Wahrheit und die Art und Weiſe zu finden.„Das Alles, ſagt er, werden Sie wiſſen, wenn Sie einmal nach Haus und in Ruhe kommen.“ Sein ganzes Be⸗ nehmen und ſeine vollkommene Zuverſichtlichkeit ent⸗ zücken mich. Downings Intereſſe für die intellectuelle Entwicklung der Frauenzimmer in Enropa iſt ein Ka⸗ pitel, das mich beſonders mit ihm verbindet. Dieſer hellängige Beobachter ſieht beſſer als irgend Jemand,
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