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Sie iſt in ihrer innerſten Idee und Tendenz republica⸗ niſch. Sie nimmt die Volkserziehung da auf, wo die öffentliche Schule und die Stimmurne ſie verlaſſen; ſie erhebt den Arbeiter auf gleiche Höhe mit dem Mann der Muſe und der Talente. Die höheren ſocialen und artiſtiſchen Elemente jedes Menſchen liegen ſchlummernd in ihm, und jeder Arbeiter iſt ein möglicher Gentleman, nicht durch den Beſitz von Geld oder feinen Kleidern, ſondern durch den verfeinernden Einfluß intellectueller und moraliſcher Cultur. Oeffnet daher die Thüren zu euern Bibliotheken und Gemäldegalerien weit, alle die ihr wahre Republicaner ſeid. Erbauet Säle, wo die Wiſſenſchaft ſich frei unter den Menſchen verbreiten kann. Leget großartige Pärke in euern Städten an und er⸗ ſchließet ihre Thore weit wie die Thore des Morgens für das ganze Volk. Wie es im Sonnenlicht des Mittags keine dunkle Stellen gibt, ſo ſoll Erziehung und Cultur— das wahre Sonnenlicht der Seele— die Strafruthe der Demokratie verjagen; und der un⸗ wiſſende Excluſive, der keinen Glauben an die Verfei⸗ nerung einer Republik hat, wird im nächſten Jahrhun⸗ dert vor einem ganzen Volke daſtehen, deſſen Syſtem freiwilliger Erziehung im Verein mit vollkommener in⸗ dividueller Freiheit nicht bloß öffentliche Schulen für vorbereitende Kenntniſſe, ſondern auch gemeinſchaftliche Genüſſe für alle Claſſen in den höchſten Sphären der Kunſt, Literatur, Wiſſenſchaft und der ſocialen Ver⸗ gnügungen umfaßt. Wären unſere Geſetzgeber weiſe genug, um heute die künftigen Schickſale der neuen Welt zu verſtehen, ſo würde man ſich nach fünfzig Jahren nicht halb ſo ſehr darüber verwundern, wenn jeder Menſch in America die Feinheit eines Sir Phi⸗ lip Sidney beſäße, als man ſich zu ſeiner Zeit in England über den Gedanken verwunderte, daß eine
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