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haben. Die ganze Welt galt ihm NRichts, außer als ein Mittel, um Geld zu bekommen. Die ganze Welt konnte in Schutthaufen zuſammenfallen, wenn nur er als ein reicher Mann, als der einzige reiche und mächtige Mann in der Welt darauf ſitzen durfte. Wollte ich ein Bild der vollendeten, verhärteten Selbſt⸗ ſucht malen, ſo würde ich dieſen ſchönen Kopf malen. Der vollkommen dunkle Ausdruck darin, der Mangel an Licht, Leben und Frendigkeit war um ſo auffallen⸗ der, als die Geſichtsfarbe hell war, und die Wangen, obſchon etwas eingefallen, ſchöne Roſen hatten. Der Mann ſchien ungefähr fünfzig Jahre zu zählen.
Nachdem ich drei Sklavenhäuſer und auch eines der Zimmer geſehen hatte, wo die Sklaven über Nacht gehalten werden, und wo es weder Betten, noch Stühle oder Tiſche gab, ging ich in das Spital von New⸗ Orleans. Es ſchien mir eine große, gut gehaltene Anſtalt zu ſein. Es waren einige Cholerakranke da. Ein junger Mann und ein junges Mädchen lagen am Tode. Ich legte meine Hand an ihre Stirnen. Sie empfanden es nicht. Sie waren bereits in den letzten Schlaf verſunken.
Am Mittag dieſes Tags, am 30. Dezember, war ich bei meinem Landsmann, Herrn Schmidt, der mich mit einem ächten New⸗Orleaner Mittageſſen und be⸗ ſonders mit einer Lieblingsſuppe in Louiſiana, genannt Gumbo, einer ſagoartigen Grütze traktiren wollte.
Herr Schmidt iſt ein lebhafter kleiner Mann, mit creoliſcher Grazie in ſeinem Weſen, ſehr redſelig und freundlich. Er iſt(in zweiter Ehe) mit einer franzö⸗ ſiſchen Creolin von New⸗Orleans verheirathet und hat mit ihr mehrere allerliebſte kleine Jungen, mit dunkeln Augen und dunkeln Locken, wie kleine Franzoſen. Die Frau war auch ſchön, eine gemüthliche, einfache Per⸗ ſon, die noch niemals eine Schriftſtellerin geſehen hatte und ſich einigermaßen darüber zu verwundern


