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ausſprengen wollen; aber ich kann nicht beſchreiben, wie dieſes ſich empfindet.
Ich umarme Dich und Mama in der Fülle meines Herzens und beendige jetzt dieſen Brief und ſchicke ihn ab; denn ich glaube, es iſt ſchon lange her, daß ich keinen Brief mehr nach Hauſe geſandt habe.
Den 28. Dezember.
N. S. Endlich ein heller ſchöner Tag nach un⸗ aufhörlichem dreitägigem Schnee und Regen. Und jetzt muß man thätig werden, muß Anſtalten, Schulen, Ge⸗ fängniſſe beſuchen und auch auf Plantagen hinaus⸗ fahren. Geſtern Nachmittag wurde ich mitten im Re⸗ gen von unbekannten Freundinnen in Neu⸗Orleans mit einem Beſuch überraſcht und ihre warme Hetzlich⸗ keit machte mich ganz glücklich. Sie kamen mit Veil⸗ chen und der Einladung, mit ihnen den Miſſiſippi hinan auf eine Plantage zu fahren, wo ſie mir zeigen wollen, „was die Sklaverei in Wirklichkeit iſt;“ ſo ſprechen dieſe Leute, welche blos geſehen haben oder blos ſehen wollen, wie es bei einem oder zwei ſehr guten und rechtſchaffenen Herren damit beſtellt iſt. Aber ich weiß jetzt genug, um mich ſelbſt von guten Menſchen nicht bethören zu laſſen, daß ich das glaubte, was ein hüb⸗ ſcher, aber dummer oder falſcher junger Herr geſtern Abend mich verſicherte, nämlich daß die Sklaven in Amerika ſo glücklich ſeien, als man nur immer ſein könne. Meine neuen Freunde in Amerika waren offen⸗ bar gute und warmherzige Menſchen und vergaßen, wie oft Andere dieß nicht ſind.
Wenn ich Dir das nächſte Mal ſchreibe, werde ich„
Dir mehr von dem freien Volk, dem Sklavenvolk und der Sklaverei in der fröhlichen Stadt Neu⸗Orleans erzählen.
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