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halter in den ſüdlichen Staaten gelebt hat. Du kannſt an ſeinen ſchönen tiefblauen Augen ſogleich ſehen, daß er der beſte Herr in der Welt geweſen iſt. Erſchrickſt Du, daß ich mich in ihn verlieben möchte, und ſiehſt Du bereits im Geiſt, wie ich ihm meine Hand reiche, um mich auf einer Baumwollenpflanzung am Miſſi⸗ ſipi mitten unter den Negerſklaven, niederzulaſ⸗ ſen 2
Ja, wäre ich jünger und wäre mein Lebensziel weniger beſtimmt, als es jetzt iſt, ſo geſtehe ich, daß ſich unter dieſen amerikaniſchen Herrn mit ihrer Energie, Herzlichkeit und Ritterlichkeit der Eine und Andere vorfin⸗ det, der meinem Herzen gefährlich werden könnte. Aber ſo wie es jetzt ſteht, nehme ich jedes Gefühl herzlicher Zuneigung, das Maun oder Weib mir einflößt, mit ruhiger Dankbarkeit hin als eine Würze bei dem guten Mahl des Lebens, wie den Sonnenſtrahl und den Lenzwind, die den Tag verſchönen. Ich ſuche ſie nicht; aber wenn ſie kommen, erfreue ich mich daran, wie an Blumen, welche die Hand des allgütigen Va⸗ ters geſchenkt.
Was jetzt dieſen angenehmen Herrn insbeſondere betrifft, ſo iſt er bereits verheirathet und reiſt der Ge⸗ ſundheit ſeiner Frau wegen mit ſeiner Familie über den Winter nach Cuba und von da nach Europa. Seine Frau iſt kränklich, hat aber denſelben Charakter ernſter Milde, wie er. Beide Gatten ſcheinen einander innig zugethan. Warum müſſen ſolche Menſchen Skla⸗ venhalter ſein? oder vielmehr warum können nicht alle Sklavenhalter ſolche Menſchen ſein?
Die Frau des Plantagenbeſitzers ſagte mir, ihr Mann habe auf der Plantage nie rechten Seelenfrieden gehabt, weil der Gedanke an ſeine Sklaven, ſowie der Wunſch ihnen ihr Recht und die gebührende Pflege zukommen zu laſſen, ihn Tag und Nacht beunruhigt


