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jetzt entlaubt ſind. Da und dort werden ſie von einer Baumwollenpflanzung mit weiß angeſtrichenen Sklaven⸗ dörfern und Häuſern der Plantagenbeſitzer durchbrochen, und man ſieht ſchwarze Geſtalten auf der grauen Erde ſich bewegen, die Baumwolle aufleſend, die noch auf den ſchwärzlichen Büſchen ſitzt. Ich war heute mit Mr. Harriſon auf dem Land in einer Baumwollen⸗ plantage und da brach ich von den Gebüſchen um eine Sklavenhütte her einige Zweige, von denen Baumwol⸗ lenflocken herabhingen. Die Baumwollenbüſcheln kom⸗ men unendlich ſchön aus den geöffneten Kapſeln des Samenhauſes. Jeder Samen iſt in Baumwollenpolſter eingebettet, die Baumwolle iſt die Umkleidung des Sa⸗ mens. Du ſollſt es ſehen, wenn ich nach Hauſe komme. Wir haben jetzt Arkanſas zur Rechten und den Miſſiſippiſtaat zur Linken. Am Fluß entlang zeigen ſich die Cannebrakes. dicke ſchilfartige Rohre, die gleich feſten Mauern zwiſchen dem Fluß und dem Lande ehen. Soweit kam Pater Marquette auf ſeiner ſonnen⸗ beglänzten Miſſiſippifahrt vom Norden her. Bis hieher kam auch vom Säüden her der erſte europäiſche Ent⸗ decker des Miſſiſippi, der Spanier Ferdinand von Sotv. Die Entdeckung des Miſſiſippi hat zwei Poeſien. Die eine iſt ſo ſchön und ſonnenhell, wie ſeine idylli⸗ ſchen Inſeln, ſeine klaren Waſſer im Norden; die andere ſo melancholiſch, ſo tragiſch düſter, wie die Farbe des Fluſſes und die Landſchaft, die ich jetzt durchfuhr. Der Held der erſteren iſt der ſanfte anſpruchsloſe Pater Marquette, von welchem ich Dir erzählt habe, der Held der letzteren iſt der ſtolze Krieger Ferdinand von Sotv. Er hatte mit Pizarro Pern erobert; er hatte ſich bei der Erſtürmung von Cusco ausgezeichnet und zur Belohnung dafür wurde er von Ferdinand in Spanien
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