Teil eines Werkes 
2. Bd. (1854)
Entstehung
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jedem Jahr zunimmt. Minder erfreulich und verhei⸗ ßungsreich für die Macht des Syſtems iſt die That⸗ ſache, daß nicht ſelten dieſelben Gefangenen wegen derſelben Art von Verbrechen wiederkehren. Aber dieß iſt natürlich, Fehler, die ſo viele Jahre zur Gewohu⸗ heit geworden ſind, laſſen ſich nicht leicht ablegen; alte Verbrecher laſſen ſich nicht leicht beſſern. Auch iſt die Hoffnung der neuen Welt nicht in den Gefängniſ⸗ ſen zu ſuchen, ſondern in den Schulen und mehr noch

in den Häuſern, wenn alle Häuſer das ſind, was ſie

ſein ſollen und was bereits mehrere ſind. Zwei houses of refuge, Aſyle für verwahrloſte Knaben ſcheinen mir glücklich angelegte und gut verwaltete An⸗ ſtalten zu ſein. Die Knaben hier, ſowie die in der großen Anſtalt in Weſtboro(Maſſachuſetts) für dieſel⸗ ben Zwecke(ich beſuchte ſie verwichenen Herbſt auf

meiner Reiſe mit Springs) werden nach demſelben

Syſtem behandelt. Sie werden nur wenige Monate in dieſen Anſtalten behalten, bekommen einen gewiſſen Unterricht und etwas Disciplin, dann werden ſie in guten Häuſern auf dem Lande untergebracht, mehr weſtlich, was für alle arbeitsfähige Weſen ein guter Platz iſt.

Das Matroſenhaus, eine von Privatperſonen er⸗ richtete Anſtalt, um den Seeleuten von allen Nationen während ihres Aufenthalts in der Stadt für billigen Preis eine gute Wohnung zu beſorgen, beſuchte ich mit Mrs. Hale, der Verfaſſerin Mirjams einer Dame, die eine prächtige Denkerſtirn und ein offenes gemüthliches Weſen hat.(Sie beſchäftigt ſich jetzt mit der Herausgabe eines Buchs über die Stellung der Frauen in der Geſellſchaft; ſie iſt jedoch nach meinem Dafür⸗ halten in der Tendenz etwas zu freiſinnig.)

Unter den öffentlichen Anſtalten, die ich beſucht habe, erbaute mich am wenigſten das große Armen⸗ haus von Philadelphia, ein ungeheures Inſtitut von

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