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Freuden, und ein Mädchen, das ſeine Aufgabe verſteht, ſeine Kräfte benützt und entwickelt hat, wird auch nach außen immer eine ſo ehrenvolle und geachtete Stellung finden, wie ſie die hochſtehendſte Frau ſich nur wünſchen kann.
Das Einzige, was der verheiratheten Frau zu beneiden iſt, und von Mädchen wohl am Bitterſten entbehrt wird, iſt nicht die Liebe des Gatten, nicht die geſicherte Lebensſtellung, es iſt der ſüße Name der Mutter, welchen des Mädchens Ohr nie⸗ mals vernimmt. Das iſt es, was das weibliche Herz am ſchmerzlichſten vermißt— die Freude eines Kinderumgangs und deſſen ungeſtörten Beſitz.
Und hier ein Wort an euch, ihr Frauen, die ihr ſo oft erbarmungslos das Mädchen beurtheilt, dem ein anderes Lvos als euch zugefallen. Was euch friſcher und liebevoller erhält, das iſt nicht vielleicht euer größerer Verſtand oder euer liebe⸗ volleres Herz, ſondern der unſchuldige Zauber der Kinderwelt, die euch umgibt. Wie viele von euch wären grämlich und ver— knöchert, kalt und unfreundlich geworden, wie ſo manche unter eueren unverheiratheten Mitſchweſtern, wenn dieſer Zauber euch gefehlt hätte! Das iſt der wahre und gerechtfertigte Schmerz des eheloſen Standes, daß die Mutterfreude und das Mutter⸗ glück ihm fehlen. Gänzlich fehlen? O nein! Die verſagte Liebe, welche die Wunde ſchlägt, kann ſie auch wieder heilen. In der Kinderwelt rinnt der Born, der ewige Friſche und Geſundheit verleiht, und die unverheirathete Frau iſt ſehr wohl im Stande, ſich der Jugend eben ſo unentbehrlich zu machen, wie die eigene Mutter. Aber um dieſes zu erreichen, müſſen ſie ihre Bildung, ihr Wohlwollen, ihr geläuterter Geſchmack
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