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der Culminationspunkt jeder ächten weiblichen Erkenntniß ſein. Denn in die Pforte des Tempels, dem man ſich mit Ehrfurcht nahen ſollte, ſtürzt man nicht mit leidenſchaftlicher Haſt; nicht der Rauſch einer Stunde, kein niedriges Motiv des Ehrgeizes oder der Eitelkeit führt uns an ſeine Schwelle. Wie die Männer denken bei ihrer Wahl für's Leben, kann uns gar nicht kümmern. Hier an dieſem Punkte, iſt die Frau Königin allein; das Reich der Liebe und der Neigung iſt ihr unbeſchränktes Gebiet und wie ſie es geſtaltet, ſo wird es ſein. Sie gibt ihr Höchſtes da⸗ hin und hat ein Recht, das Höchſte dagegen zu fordern. Die ſittliche Würde und geiſtige Selbſtſtändigkeit des Weibes ſind dazu berufen, die Ehe nicht überflüſſig zu machen, ſondern ſie neu zu adeln und zu erheben. Die Wahl ihres Herzens iſt für das Mädchen ein ſo wichtiger und großer Moment, er entſcheidet ſo häufig über das ganze Glück ihres Lebens, daß wir verlangen, ſie ſoll früh darüber klar ge⸗ macht werden, was ihre geiſtige Natur bedarf, und was ihr entſprechend iſt. Eine ſpätere Einführung in die Geſellſchaft, eine längere Dauer des kindlichen Alters wird auch hier die beſten Folgen haben. Wir wollen gewiß keine altklugen, aber wir wollen ſelbſtbewußte Mädchen, die nicht bloß unter der Herrſchaft einer zu früh erregten Phantaſie ſtehen, ſondern wirklich lieben können, weil ſie nie zu liebeln lernten. Die meiſten Männer mögen freilich jene jungen Kinder ppetiſcher finden, die das Gefühl ihrer eignen inneren Hal⸗ tungsloſigkeit jedem Manne in die Arme führt, der ſich ihnen nähert; die ſich einreden, daß ſie ohne einen Mann gar nicht
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