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Grund böslichen Verlaſſens; die Stimme der Richter ſollte das letzte Wort in der Tragödie gegenſeitiger Schuld und Irrungen ſprechen⸗
Zum erſten Male begegneten ſich die Wünſche des ungleichen Paares, zum erſten Male wurde ein von Beiden gewolltes Ziel erreicht. Die Scheidung wurde vollzogen, als ein Märtyrerthum für Adrian, als ein Verdammungsurtheil für Reginen. Die gerichtlichen Verhandlungen hatten die Schuld auf ihrer Seite be⸗ funden, die in das Publicum dringenden Details hatten Schimpf auf ihren Namen gehäuft; nachdem das geſetz⸗ liche Urtheil geſprochen, ließ das der guten Geſellſchaft nicht auf ſich warten. Ihr Name wurde als ehrlos in der Chronik ſcandalös bezeichnet, der formellen Achtungs⸗ bezeugungen ward ſie für verluſtig erklärt. Sie büßte in derſelben Weiſe, in welcher ſie gefehlt hatte. Die Satzungen der Geſellſchaft, denen ſie ſich ſelaviſch unter⸗ worfen hatte, indem ſie eine Ehe ſchloß, die eine Lüge gegen das eigene Herz war, wendeten ſich ächtend gegen ſie, als ſie es wagte, mehr gegen ſich ſelbſt und die Welt zu ſein. Unverziehen blieb ihr von Seite der leicht⸗ fertig Urtheilenden die Ungeſchicklichkeit, mit welcher ſie das zarte, unberechtigte Verhältniß der Oeffentlichkeit überliefert hatte,— unvergeſſen blieb ihr im Urtheile der ſtreng Denkenden die Schwäche, durch die ſie wan⸗
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