Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Vogel beſchäftigt hatte, ſah er deutlich, wie ſie nach momentanem Nachdenken den Finger auf ſeinen befieder⸗ ten platten Kopf legte, wie ſich der kleine Gefangene

nach einer heftigen Bewegung langſtreckte und aus der geöffneten Hand dann mit baumelndem Köpfchen zur Erde glitt. Irene ſtand nachdenklich vor ihrem Opfer, hob es noch einmal auf, um ſich zu verſichern, daß das Leben wirklich von ihm gewichen ſei, und legte es ſo⸗ dann gelaſſen auf das Moos unter die Tannen; hierauf griff ſie nach ihrem Buche und ſchritt die Stufen herauf, die nach der Terraſſe führten.

Gregor blieb ruhig auf ſeinem Platze. Der Vor⸗ fall hatte in ihm ein Mißbehagen geweckt, welches er, im Falle einer nothwendigen Begrüßung, durchblicken zu laſſen entſchloſſen war.

Aber Jrene ſchritt, das Ange auf einen Riß in ihrer Hand gerichtet, den ſie bei der Gefangennahme und Execution davongetragen haben mochte, an ihm vorüber, ohne nur zu ahnen, daß ein menſchliches Weſen ſie belauſcht und verurtheilt habe.

Aber das iſt ja ganz abſcheulich, ganz abnorm, dachte Gregor, der einen entſchiedenen Widerwillen gegen alle gewaltſamen Handlungen hatte;zu tödten

aus reiner Luſt am Zerſtören, aus Laune, während doch die ganze weibliche Natur ſich zu Hilfsleiſtung und