12.
Es fruchtete nichts, daß Adrian am Morgen nach dem zuletzt erwähnten Streit bei ruhiger Ueberle⸗ gung ſich geſtand, daß er ſeine Worte von geſtern all⸗ zuwenig abgewogen habe; da er nicht der Mann war, ein eingeſehenes Unrecht durch offenes Bekenntniß zu tilgen.
Wenn er ganz aufrichtig hätte ſein wollen, ſo hätte er zugeben müſſen, daß nicht allein Reginen's Schuld, ſondern wiberwärtige Erlebniſſe noch anderer Art ihn in die gereizte Stimmung verſetzt hatten, deren
Ausbruch über ſeine Frau gekommen war. Hätte dieſe, Luitgard, oder auch nur einer der Herren ihn bei der Begegnung in der Straße bemerkt und wäre ihm ein
höflicher Gruß geworden, das Ereigniß würde ihm ſchon in einem viel milderen Lichte erſchienen ſein; und


