Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Da ſchlägt die Glocke auf der Kirche, deren Umriſſe ſich dunkel und maſſenhaft aus der Dämme⸗ rung hervordrängen, und erinnert ſie, daß ſie an dem Orte Adrian's Frau werden ſoll, und mit den langſam verhallenden Schlägen ſinkt die Vergangen⸗ heit in die alten Trümmer zurück. Sie ſucht nun freundliche Bilder der Zukunft in ſich zu wecken, ſie gedenkt des Wirkungskreiſes, der Selbſtſtändigkeit, welche ihr das Schickſal geboten, und nach denen ſie haſtig gegriffen hat, wie das Kind nach dem neuen Spielzeuge, ehe es noch aufhört das alte, zerbrochene zu beweinen. Nicht ſo reich an Glück, daß die Ge⸗ ſammtſumme eine ruhige Prüfung unnöthig machte, zog ſie emſig alle die kleinen Poſten zuſammen, in deren Schätzung ſie Adrian's Werth ſuchte, und ſtimmte ſich ſo zu ruhigeren Betrachtungen herab. Das Schickſal ihrer früh verſtorbenen Mutter ſchien auch ihr beſtimmt; auch dieſe hatte ja dem älteren, ge⸗ achteten Manne die Hand gereicht, nachdem ihr der Tod den jungen, geliebten Gatten entriſſen. Sie ſagte ſich, daß ja dieſe zweite Ehe eine friedliche geweſen ſei, und hoffte, daß ſie einer gleichen Zukunft ent⸗ gegengehe. So ſänftigte ſich nach und nach die hoch⸗ gehende Flut ihrer Gefühle, und wie ein Fenſter