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eigenen Degen ſchuͤtzt und in Sicherheit aus dem Ge⸗ tuͤmmel bringen laͤßt.
Nach einem moͤrderiſchen Kampfe von ſechs Stun⸗ den waren die Franzoſen durch die Uebermacht zum Ruͤckzug gezwungen. Mit zahlreichen Gefangenen und vielen eroberten Fahnen und Geſchuͤtzen kehrten die Sie⸗ ger am Abend in ihre Standquartiere zuruͤck. Gluͤcklich vor Allen pries ſich Carpezan, ſeinem Schuͤtzling das Leben gerettet zu haben, denn ein Armand von Carpezan, der juͤngſte Sohn eines alten provenga⸗ liſchen Ritterhauſes war es, der in dieſer ſeinem Bru⸗ der ſo ähnlichen Perſoͤnlichkeit vor ihm ſtand.
Mit Entzuͤcken bracht' er ihn der Gattin und em⸗ pfahl ihn ihrer ſchweſterlichen Sorgfalt. Ludmilla war von ſeiner Aehnlichkeit mit dem ihr bekannten Conterfei des Verſtorbenen wie vom Blitz getroffen. Dieſe Zuge, die ihr ſonſt blos wohlgefallen, wie uns alles Schoͤne und Harmoniſche befriedigt, regten jetzt, wo ſie zur lebensvollen Wirklichkeit geworden, ihr Innerſtes zu ſtuͤrmiſch wogender Empfindung auf. Es war ihr, als ob ſie Jaromir wieder zum erſtenmal vor ſich ſtehen ſähe. Aber Armand war ſanfter, ſchwaͤrmeriſcher und liebenswuͤrdiger, als es Jaromir je geweſen. Mit zit⸗ ternden Haͤnden leiſtete ſie Beiſtand bei dem vom Wund⸗


