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ſponnen wurde, die Stadt zu verlaſſen und ſich nach der Oberpfalz zu wenden. Von dort aus ließ er die Werbe⸗ trommel nah und fern erſchallen, um ſeine ſehr ge⸗ ſchwächten Schaaren wieder zu rekrutiren. Da ſtroͤmte ihm nicht blos junges kriegsluſtiges Volk, ſondern auch Maſſen entlaſſener Soͤldner der evangeliſchen Union von allen Seiten zu, ſo daß er ſich bald wieder an der Spitze eines tuͤchtigen Heeres von zwanzigtauſend Mann ſah. Verwegen bahnt er ſich durch Tilly's uͤberlegene Streitmacht den Weg und gelangte gluͤcklich an den Rhein, wo er die geiſtlichen Beſitzungen ausplünderte. Bald ſah man ihn in der Unterpfalz, bald im Elſaß herumſchwärmen, hier mit den Baiern, dort mit den Spaniern unter Corduba ſich herumſchlagen. Doch es liegt nicht in unſerem Plane, die Kriegsgeſchichte jener Zeiten zu verfolgen; wir kehren zu Ludmilla zuruͤck, um dem verhaͤngnißvollen Ziele unſerer Erzählung ent⸗ gegen zu eilen.
Unter den Offizieren, die ſich bei Mannsfeld's neugeworbenem Heere eingefunden, war ein rheinlaͤndi⸗ ſcher Hauptmann, Guͤnther von Duſterloh, ein langer hagerer Geſell, mit einem ſcharfgeſchnittenen Habichts⸗ geſicht und zwei finſtern unheimlichen Augen. Da Carpezan's Regiment im boͤhmiſchen Kriege viel gelitten


