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kommen; Churſachſen wurde ſogar zu einem Angriff auf die Lauſitz und Schleſien disponirt. Unter dieſen Verhandlungen war der Sommer 1620 vergangen, als plotzlich durch Frankreich der Friede zwiſchen der Union und Ligue vermittelt wurde. Die franzoſiſche Regierung mußte die Fortſchritte des Proteſtantismus in Deutſch⸗ land hemmen, damit ſie deſto leichter die Hugenotten im eigenen Lande unterdruͤcken konnte.
Jetzt ſtand das ganze liguiſtiſche Heer zu Ferdi⸗ nand's Verfuͤgung und der ſtreng katholiſche Herzog Maximilian von Baiern ſäumte keinen Augenblick länger, ſeinem Kaiſer und Freunde zur Wiedereroberung Boͤhmens Beiſtand zu leiſten. Unerwartet erſchien er in Oberoͤſterreich, wo er ſich mit den unter ſeinen Ober⸗ befehl geſtellten Truppen Bouquvi's vereinigte und dar⸗ auf ſchnell gegen Mähren vorruͤckte. Ueberall wurden die Boͤhmen geſchlagen und nach dem Herzen ihres Landes zuruͤckgedraͤngt.
Noch war indeß nicht Alles fuͤr Koͤnig Friedrich verloren. Der tapfere Herzog Chriſtian von Anhalt hatte ihm zehntauſend deutſche Streiter zugefuͤhrt und Bethlen Gabor ſechstauſend ungariſche Reiter geſchickt. Aber das Vertrauen zum Herrſcher war tief erſchuͤttert. Durch parteiiſche Beguͤnſtigung der Calviniſten hatte er


