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Retter, denn ich war es, der den Churfuͤrſten von der Pfalz und ſeine Verbuͤndeten zu dieſem Schritt bewogen hat. Ludmilla ſoll der Lohn fuͤr meine Muͤhen ſein, Ludmilla ſoll mich zum heiligen Kampf für Boͤh⸗ mens Freiheit ſtärken. Ihr werdet als Patriot mir euere Tochter nicht verſagen. Nicht wahr, mein Vater, ihr ſagt Ja?“
Ehe noch der Verſtand beim Freiherrn die Wag⸗ ſchale des Fuͤr und Wider hatte ſchwanken laſſen, war dem Ueberraſchten ſchon in der erſten Beſtuͤrzung und Angſt das verhaͤngnißvolle Ja uͤber die Lippen geflohen.
„Habt Dank, Vater Stanislaus,“ rief der Obriſt, dieſen raſch umarmend.„Morgen fahrt ihr mit uns hinaus zur Hochzeit ins Lager vor Pilſen.“
„Ins Lager vor Pilſen?“ fragte der Burgherr verwundert.„Was giebt es denn dort?“
„Eine Belagerung giebt es, edler Stanislaus. Feldſchlangen und Karthaunen ſollen zu unſerer Trau⸗ ung donnern.“
„Und dorthin, ins wuͤſte blutige Kriegsgetuͤmmel wollt ihr mein armes Kind mit euch fortfuͤhren?“
„Das Weib gehoͤrt zum Manne, alſo die Soldaten⸗ frau ins Feldlager. Folgſt du mir gern, Ludmilla,
ſag' es offen?“


