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Gefrierens während der Fahrt einen Beutel mit Salz mitgenommen. Dieſer Salzbeutel war jetzt das koſtbarſte Eigenthum unſerer Wanderer. Man hieb mitunter ein Loch in das unebene Eis, nahm einige Salzkörner in den Mund, füllte ihn mit See⸗ waſſer(das in der Oſtſee nicht ſehr ſalzig iſt) und ließ ſo das Salz ſchmelzen. Dadurch wurde man ungemein geſtärkt. Die Schiffer hatten Anfangs in dem Tabak, den ſie mitgenommen, einigen Erſatz für den Mangel an Nahrung gefunden. Er ging dadurch um ſo ſchneller zu Ende. Später wurden die Weſtentuſchen, worin man den Tabak getragen, aufgetrennt und ausgetheilt. Auch dieß war bis auf Weiteres einiger Erſatz. Für unſere arme Roſa natürlich nicht, aber ſie hatte ein Fläſchchen cölni⸗ ſches Waſſer bei ſich, und einige Tropfen davon be⸗ lebten ihre Kräfte zuweilen.
Man begann die Fortziehung des Bootes immer ſchwerer zu finden. Bisher war die Frage über Hinauslegung der drei Leichen noch gar nicht auf⸗ geworfen worden. Jetzt konnte man ſich's indeſſen nicht länger verhehlen, daß die Nothwendigkeit dieſe Maßregel erforderte, die daher auch beſchloſſen wurde.
Dieſer Augenblick ſchien der ſchmerzlichſte wäh⸗ rend der ganzen Unglücksfahrt zu ſein. In den drei Leichnamen meinte man noch immer die drei Leidensgefährten zu beſitzen. Das Band brüderlicher Eintracht, das die Lebenden vereinigte, ſchien auch die Todten zu unmſchlingen. Keiner wollte den erſten Schritt thun, Keiner wollte zuerſt die Hand bieten, um ſie ihres Platzes im Boote zu berauben. Es war dieſen Männern zu Muthe, als wollten ſie eine
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