Ich will heute von einer dieſer urſprünglichen Quellen ſprechen, von einer ſolchen, die noch früher war als irgend eines Liebhabers Seufzer von der Erde emporgeſtiegen— ſeit Vaterliebe anf ihre erſten Kinder herniederſchaute— und die noch ſein wird, wenn ſie Alle aufgehört haben; von ihr will ich hier ſchreiben.
Den Gedanken an dieſe Novelle trug ich mit mir, als ich zum letzten Mal Schweden verließ; die Ein⸗ gebung dazu erhielt ich erſt in einem Lande, wo ich unter dem Schutz des Freiheitsbaumes die Verhält⸗ niſſe des Familienlebens in ihrer vollen Schönheit und Kraft ſich entwickeln ſah. Die meiſten Charactere und Verhältniſſe, die ich hier geſchildert habe, ſind aus dem wirklichen Leben geſchöpft. Meine Heldin habe ich nach zwei frühvollendeten, allzu früh vom Tod abgeforderten jungen Weibern genannt, welche der Stolz und die Herzensfreude ihrer Familien geweſen— nach der Schweizerin Roſa Naville und der Italienerin Roſa Ferrucei; denn die ſchwediſche Roſa hat in ihnen ihre Vorbilder gehabt. Doch nicht allein in ihnen, ſondern urſprünglich in einer Schwedin; aber dieſe lebt noch und ich darf ihren Namen nicht nennen.
Ihr, Die ich nicht nennen darf, iſt dieſes mein Buch liebevoll gewidmet.
Rom und Monte Tarpeo, im April 1858.


