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256 „Sie wird nicht ſterben!“ ſagte er mit einer Gewiß⸗
Bald daraußerwachte Adelaide.„Ich fühle mich ſehr ſchwach,“ ſagte ſie mit matter Stimme.„Alarich, ich muß mit Dir ſprechen, bevor es zu ſpät wird.“
„Du wirſt nicht ſterben!“ rief er in wilder Angſt und ſchloß ſie in ſeine Arme.„Die Engel des Himmels werden Dich nicht von mir reißen.“
„Aber Gott, Alarich, aber Gott! man kann ſich dem Willen Gottes nicht widerſetzen. Es wäre ja thöricht. Gottes Wille geſchehe! Was er thut, das iſt wohl⸗ gethan.“
„Gott kann, Gott wird Dich nicht von mir neh⸗ men,“ war ſein wilder, verzweifelnder Ausruf.
„O ſprich nicht ſo, Alarich,“ bat Adelaide mit inni⸗ ger Zärtlichkeit und Ergebung.„Laß uns nicht murren, laß uns demüthig gehorchen. Wie kannſt Du glauben,
heit, als wäreer Gott ſelbſt. O die armen Menſchen!
daß das nicht gut ſein müßte, was Gott thut? Ich werde
Dich übrigens nicht verlaſſen, wenn ich auch ſterbe. Ich werde als ein Engel um Dich ſein. Ich werde Dich mit
meinen Flügeln umgeben, wo Duwachſt und wo Duſchläfſ
ich werde Deinem Herzen Frieden zufächeln; jedes Gebet, das Du beteſt, werde ich zu Gott hinauſtragen und mit der Erhörung deſſelben zu Dir zurückkommen.— Ich werde Dich, mein Alarich, indem lichten Lande erwarten, wo kein Kummer, keine Trennungmehrſtatifindet; und in Deinem
letzten Kampfe werde ich bei Dir erſcheinen, werde eine
Thräne weinen und Deinen Geiſt mit einem Kuſſe ent⸗ führen. Ach! weißt Du, es iſt ſchön da droben über den Wolken, in Gottes klarem Himmel! ich weiß es; ich habe es in dieſen Tagen empfunden. 3
„Und Du wollteſt mich um dieſes Himmels willen verlaſſen, Adelaide?„. ſu
„Wenn Gott es befiehlt! Gern möchte ich auf Erden für Dich leben, o wiegern! aber Gottes Wille geſchehe— wir werden bald wieder vereinigt werden.“ 4 Meine Feder iſt nicht im Stande, die Scenen zu
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