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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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und ein Lächeln mit dem Ausdruck der Glückſelig⸗ keit, welche der beſte Reichthum des Lebens iſt, über⸗ goß ihr Cherubsgeſicht mit bezauberndem Glanze.

Se. Ercellenz, der edle und geiſtreiche W. r, er⸗ zählt Fräulein Margarethe eine Anekdote. Gutmüthig⸗ keit, bloß einfache, anſpruchsloſe Gutmüthigkeit iſt es, was ſeine Erzählung bezeichnet, Fräulein Margarethe hört ihm mit Aufmerkſamkeit und Vergnügen zu; als der Redner geendet hat, ſagt ſie mit Feinheit und Anmuth;

Wenn der Geiſt und Witz immer vor der Gut⸗ müthigkeit Schildwache ſtände, ſo würde man ſie auch neunen, was ſie iſt.. eine Excellenz! und ſie neigte ihr Haupt leicht vor dem edeln Erzähler.

Wir halten hier inne, geneigter Leſer, denn die Wagen rollen, die Damen verneigen, die Herren ver⸗ beugen ſich; es iſt Zeit, daß man ſich trennt.

In dem Zimmer, wo man die Mäntel umhing, ſah ich, wie die Gräfin Natalie ſchnell auf Angelika zuging, ihre weißen Hände unter der Hermelinverbrämung her⸗ vorſtreckte und das Mädchen erfaßte.Wir müſſen uns wieder treffen, ſagte ſie, kommen Sie morgen zu mir, damit wir mit einander ſprechen können.

Ich gehe nicht aus, erwiederte Angelika mit einigem Stolz:Ich habe keine Zeit.

Gräfin Natalie führte ſie etwas bei Seite und ſagte

In zwei Tagen ziehe ich auf's Land zu meinem Ver⸗ wandten, Sr. Excellenz G., unſerem heutigen Wirthe. Darf ich Sie dahin mitnehmenk Er hat ſchöne Kunſt⸗ ſammlungen... nun, werden Sie bald ja ſagen?

Angelika betrachtete die anmuthige Gräfin unſchlüſſig und kalt.Mein Vater... ſagte ſie zögernd,meine

eit

Aha, Schwierigkeiten! um ſo beſſer! ich ſchlage mich gerne damit herum. Ich muß Sie alſo erobern! Erwarten Sie mich jedenfalls morgen. Und fort war ſie.