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Die Töchter des Präsidenten : Erzählung einer Gouvernante / von Friederike Bremer. Aus dem Schwed. übers. von G. Fink
Entstehung
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Angelika's Augen ſtrahlten bei dieſen Worten von überirdiſcher Wonne. Graf Alarich nahm ihre Hand und drückte ſie. Hugo L. lächelte geringſchätzig.

Charmant! ſagte Se. Excellenz mit halb unter⸗ vrücktem Gähnen,recht hübſche Gedanken!

Ein dumpfes Gemurmel ging durch die Geſellſchaft. Schön, ſagten Einige.Schrecklich überſpannt, meinten Andere,ſchrecklich exaltirt.

Die Gräfin M., die Angelika gegenüber am Tiſche ſtand, beugte ſich gegen ſie hinüber und reichte ihr die Hand: Thränen glänzten in ihren ſchönen Augen, indein ſie warm und lebhaft ſagte:Vielen Dank!

Fräulein Margarethe dagegen betrachtete das junge Mädchen unverwandt mit ſcharfen Forſchersblicken.

In Adelaidens Augen ſtand eine Thräne, und eine augenblickliche Bläſſe hatte die Roſen auf ihren Wan⸗ gen verjagt. Die Zeichnung ihres Porträts war jetzt vollendet und in Graf Alarichs Hand. Er betrachtete es mit ungeheucheltem Vergnügen.

Sie haben nichts in dem Album gezeichnet, das ich ſo eben ſah, ſagte er zu Angelika.

Doch, antwortete ſie,aber vor drei Jahren; ich war damals noch ein Kind, meine Seele lag noch in den Windeln.

Warum es aber dann mitnehmen? warum es zeigen?

Die Frau von Palmin... ſagte Angelika er⸗ röthend.

Graf Alarich zuckte die Achſeln.Das iſt vortreff⸗ lich, ſagte er, indem er die Zeichunng mit dem Ori⸗ ginal verglich, das jetzt ſchnell ſeine ſchönen Farben wieder bekam:es iſt ähnlich und dabei mit Freiheit und Leichtigkeit gezeichnet.

Adelaide nickte Angelika freudig zu. In dieſem Augenblick wurde das Souper angeſagt. Ich war ſo glücklich, als Tiſchnachbar den Herrn zu bekommen, der mit dem Grafen Alarich näher bekannt zu ſein ſchien,