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und ich uns allein in dem mit den weißen Blumen ge⸗ ſchmückten Kabinette. Wir ſchwiegen Beide: er aufge⸗ regt, ich verlegen und gedrückt.
„Du reiſeſt?“ ſagte ich endlich.
Keine Antwort.
„Das wird eine große Reiſe!“ begann ich wieder. „Bleibſt Du lange aus?“
„Ja!“ antwortete er mit halb unterdrückter, dumpfer Stimme.„Ja, ich bleibe lange aus. Ich reiſe, weil es mir hier zu Hauſe zu ſchwül, zu enge iſt; weil ich, um leben zu können, die freie See ſuchen, weil ich fort muß, dahin, wo ich Dich nicht mehr ſehe, nicht mehr höre!“
Er faßte meine Hand und drückte ſie an ſeine Au⸗ gen. Ich fühlte ſie von Thränen gebadet.„Oh!“ fuhr er fort.„Das iſt kindiſch. Aber, laß mich einen Augen⸗ blick ſchwärmen: es iſt gleich vorüber. Fürchte Dich nicht, Sophie! Ich will, ich wünſche nichts mehr. Bloß einen Augenblick will ich Dich ſehen und glücklich ſeyn, daß ich Dich lieben, daß ich Dich ſo lieben kann, ob⸗ gleich Du mich verſtoßen haſt. Niemanden habe ich heißer geliebt, ich war glücklich in dieſem Gefühle, in der thörichten Hoffnung, daß Du es theileſt, daß wir für einander geſchaffen wären, daß Du———— aber das iſt vorbei! Und nach dieſem Vorfalle würde meine Liebe mir in Deiner Nähe zur Qual werden. Wenn der Sturm in meiner Bruſt ſich gelegt hat, kehre ich zurück zu meinen Kindern und zu Dir. Gedenke mein, wenn ich weit weg bin————, denke, daß mein Herz doch nicht zu denen gehört, die Du verachten kannſt. Weine nicht! Ich klage ja nicht. Ich möchte Dich nicht weniger geliebt haben. Auf den Wogen des Meeres, wie in Afrika's Wüſten werde ich mich reich fühlen in dieſer Liebe. Wünſche nicht, mich davon geheilt zu ſehen, denn Du wünſcheſt mir ein Unglück. Ich will Dich jetzt und ewig lieben. Ich fordere Dich heraus: bewirke, daß


