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Die Augen auf! Das heilige Gebot
Des ew'gen Himmels ſollt ihr gläubig leſen, Erheb dein Herz zum allerhöchſten Gott
Und vpfere ihm dein ganzes Sein und Weſen.
Die Schwachheit, die den Geiſt in Feſſeln ſchlug, Beſiege und erheb den Arm, den matten, Erwache zu der Andacht hohem Flug, Eh' dich ereilt der finſtre Todesſchatten.
Wach auf!— Von Angeſicht zu Angeſicht Sollſt du beglückt den ewgen Vater ſchauen,
Der an Sündern übt ein gnädiges Gericht, Und ſie erloſet von der Hölle Grauen.
„Wozu dieſes Lied?“ wird der Leſer ſagen. Es paßt für eine bußfertige Sünderin, für eine angehende Nonne, für einen Märtyrer, nicht für die weiche und bald bräutlich geſchmückte Nina. Ja, auch für ſie, aber nicht bloß für ſie, ſondern für Alle, die da kämpfen und nach Verklärung ſtreben. Sie werden es empfinden;— es hat Töne und Worte aus ihrer Bruſt.
Trauung. Wiege. Grab
„Weint nicht um mich, ob auch vor meinem Sommer, Vor meinem Herbſt ich ſtarb.⸗ Tégner.
Wir kleiden uns in Blumen zu der erſten Feier, in tiefe Trauergewänder, wenn die letzte Wohnung ſich einem der Unſern öfnet. Es könnte jedoch mit Recht das Gegentheil ſtattfinden. Aber es iſt ſchön— eine
junge Braut und ihr Anblick lockt das Herz unwill⸗


