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hung,
Sie eblüht einahe keinen wahn, und den⸗ ſtlicher
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Mildthätigkeit ein Liebhaber durch die Thürritze oder das Schlüſſelloch hereinlauſchen und in Entzücken gerat hen müſſe. Sie fragte wenig nach dem qu'en dira-t-on?“ denn ſie war weder in der Roman⸗, noch in der Alltags⸗ welt daran gewöhnt worden, für die Gedanken und Nei⸗ gungen anderer Menſchen zu leben. Sie hatte die Men⸗ ſchen nicht auf dem kleinen Theater des Geſellſchaftslebens ſtudirt, dagegen ſah ſie dieſelben zeitig auf der großen Weltbühne. Frühzeitig machte Evla ſie mit den ſchönen und großen Charakteren der Geſchichte, mit den reinen Lehren der Weiſen bekannt. Sie ſcheute ſich nicht, ſie die Wirklichkeiten des Erdenlebens ſehen zu laſſen— al⸗ lein ſie zeigte ihr dieſelben beim Scheine eines höheren Lichtes. Sie ließ ſie die Tugend leidend, den Weiſen ver⸗ kannt, verachtet ſehen;— ſie lehrte ſie das Leben in aller ſeiner Größe und in aller ſeiner Bitterkeit kennen, ſie wollte ſie darauf hinleiten, die Tugend ohne Beſtechung zu lieben. Und Nina gewann wirklich die Schoͤnheit der Tugend im Innerſten ihrer Seele lieb und durch ihr be⸗ ſtändiges Hinſchauen auf Vortrefflichkeit und Wahrheit wurde ſie ſelbſt vortrefflich und wahr, ohne es auch nur zu wiſſen. Sie war wie ihre Liebe. Edla dachte:„Ich will ſie heimiſch machen auf den Höhen der Menſchheit und ihren Blick an der Klarheit der Gottheit ſtärken, da⸗ mit, wenn ſie in das Alltagsleben herabſteigt, ihr Auge nicht verblendet wird vom Glanze der Welt, ihre Seele nicht gefeſſelt von der Kleinlichkeit des Lebens. Wie ein höheres und beſſeres Weſen ſoll ſie in der Welt daſtehen, ſie ſoll nicht zu ihr hinabſinken, ſondern ſie zu ſich em⸗ porheben, ſoll Alles um ſich her veredeln. Sie ſoll des Glückes theilhaftig werden, das den edleren Menſchen zu⸗ kommt, nämlich ſich ſelbſt zu beſitzen, erhaben über alle irdiſchen Wechſel, ihren Frieden und ihre Freiheit zu be⸗ wahren und die Kraft, im Leben, wie im Tode, nur für das ewige Gute allein zu wirken.
Nach derſelben Anſicht bildete Edla auch Ninas Schön⸗ heitsſinn. Sie machte ihr Ohr frühzeitig mit dem Reinen
Bremer, Rina. 4


