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Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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rade werden. Wie hätte dieß auch anders ſein können? Hatte dla. Edla ihr nicht das Beſte gegeben, was ſie beſaß— ihre und Kenntniſſe, ihr Herz? Und Ninas kindliche Ergebenheit, die⸗ ihr Bedürfniß, immer bei Edla zu ſein, ihre Ruhe bei ſie ihrer Leitung, wie ſchön zeugten ſie nicht davon? Das aus Gefühl einer innigen Vereinigung mit einem ſo ſchönen, von ſo holdſeligen Weſen warf manche irdiſche Wonne in elbſt. Edlas Himmelsleben. All die ideale Schönheit, die Edla im in ihrer Erinnerung und ihrer Hoffnung trug, war in der Nina gleichſam verwirklicht. Und dieß war zum großen „ die Theil ihr eigenes Werk. Aber als Nina ſpäter ſo be⸗ olge zaubernd und ſo liebenswürdig daſtand, da fühlte Edla Ren⸗ eine Neigung, ihr Werk zu vergoͤttern, da erlag ſie der mels ganzen Schwachheit einer zärtlichen Mutter für ihr Kind. iebte Indeß kämpfte ſie gegen dieſe Schwachheit und wurde itzen, ihrer mächtig. Sie beſaß die kraftvolle tiefe Liebe, die aber ihr Kind mit dem letzten Tropfen des eigenen Blutes ſucht ſäugen, aber den theuren Liebling lieber verbluten und ab. ſterben, als ſinken und ſich erniedrigen ſehen möchte.

inem So viel von Edla, jetzt auch ein Wort von Nina.

den, Blicke in eine reine Quelle in dem Augenblick, da

ſich der Tag ſich von der Nacht ſcheidet; ſieh bei der magi⸗ nzige ſchen Dämmerung des Morgens den Himmel mit ſeinen der klaren Sternen ſich darin ſpiegeln, und du haſt ein Btld wach von Ninas Seele. So rein war ſie, ſo ſchimmerten in echte der Tiefe ihres Weſens alle ewigen Wahrheiten, aber ſie einer ſtrahlten durch eine Dämmerung. Es war eine Ahnung

Nina vom Lichte, noch nicht das Licht ſelbſt. Sie war der , ſie urſprüngliche Menſch, der Menſch in ſeiner Unſchuld, in

der ſeiner erſten heiligen Schoͤnheit. Ihre Seele ſchien eins

ſie zu ſein mit dem ſchönen Körper, ſie ſtimmten ſo freund⸗ uiſch lich zuſammen, ſie ſchienen in einander gegoſſen zu ſein. n ſie Ihr Weſen war voll von der ruhigen Innerlichkeit, die bt zu von keinem äußern Auftreten weiß. Unbefangen, aber