Druckschrift 
Nina : Erzählung / von Friederike Bremer. Aus dem Schwedischen übersetzt von G. Fink
Entstehung
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Alte Bekannte.

Seid ihr jetzt Alle verſammelt hier? Bellman.

Wir treten in ein Zimmer, wo weiche Sophas, ſchöne Teppiche, helle Spiegel, reich drapirte Fenſter u. ſ. w. das Gemälde vonCymfort bilden, welches der große Künſtler der Jetzzeit, genannt Nutzen, vorzugsweiſe auszuarbeiten ſtrebt. Den etwas erhitzten Kopf über ein Schachbrett geneigt, ſitzt auf dem Sopha der wohlconſer⸗ virte Präſident, nunmehr Ercellenz G. Vor ihm erblicken wir ſeine Tochter Edla, beſchäftigt, ſich von ihrem Vater matt machen zu laſſen, theils weil ſie ihm bereits ein Spiel abgewonnen hat, theils weil Se. Ercellenz ſich im Augenblick nicht in der allerbeſten Laune befindet. Doch auf einmal nehmen ſowohl Spiel als Laune des Präſi⸗ denten eine erfreuliche Wendung.

Die Königin, meine Edla, bemerkte er,iſt eine koſtbare Figur. Ohne ſie kein Leben im Spiel. Du wirſt indeß entſchuldigen, wenn ich dir die deinige nehme, um Schach und matt zu ſagen.

Matt? Ja, ohne Rettung verloren, rief Edla. Das war wirklich ein vortreffliches Manöver. Wie ein⸗ fältig meine Läufer daſtehen!

Se. Excellenz rümpfte die Naſe, ſchnaubte und konnte ums Leben ein herzliches Lachen über die beſtürzte Miene ſeiner Tochter nicht unterdrücken, worauf er ſehr freund⸗ lich ſagte:

Mein gutes Kind, wenn du nicht gar zu ſchachmatt biſt, ſo gib mir jetzt eine Taſſe Thee.

Sogleich, ſagte Edla mit froher Bereitwilligkeit.

Der Präſident ſtreckte ſich wohlbehaglich auf dem Sopha.