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Ameiſenhaufen voll von Leuten war, von Damen, die
ſich in ihre Pelze hüllten, von Herren, die ihre Galo⸗ ſchen ſuchten, gerieth ma chére mère auf einen ihrer luſtigen Einfälle. Bereits in ihren Januarius gehüllt und mit ihren großen Wolfspelzſchuhen an den Füßen, verlangte ſie eine Geige und ſpielte raſch eine muntere Polka. Alles war überraſcht, aber im nächſten Augen⸗ blick kam eine Art Tanzwuth über ſämmtliche Anweſende. Man tanzte in Pelzen und Mänteln, man hüpfte unſer einander herum, es war ein Gelächter, eine Luſt. Man tanzte im Vorſaal, tanzte auf den Treppen, man hatte Mühe, auf der Straße aufzuhören.
Während der allgemeinen Munterkeit und Verwir⸗ rung ſchlich ich mich weg, um nach Bruno und Serena zu ſehen, denn ſieen nicht unter den Andern.
Ich ging von Ziner zu Zimmer und in einem der entlegenſten, wo das Getümmel des Tanzſaals nur wie ein fernes Sauſen gehört wurde, erblickte ich zwei Geſtalten, eine dunkle und eine lichte. Die dunkle— Bruno— kniete vor der lichten— Serena— und ſie neigte ſich leiſe zu ihm und ſagte:„Du.“
Du! Ein ſchönes Wort! Es war mir, als ver⸗ ſtände ich jetzt zum erſten Mal ſeine tiefe Harmonie, und ich mußte ſogleich weg eilen, um es Bär zu ſagen. Und ſo gut hatte ich Serena's Ton und Ausdruck ge⸗ troffen, daß er mich ſogleich verſtand und auch zu mir ſagte:„Du.“
Ma chère mére hatte das letzte Paar hinausgeſpielt und rief mir mit lauter Stimme zu, ich ſolle kommen.
Als ich eben in den Vorſaal, der voller Leute war, hinausging, begegneten meine Blicke derſelben ſchwar⸗ zen Figur, mit denſelben düſter flammenden Augen, die mich beim Eintritt in's Haus erſchreckt hatten; aber ſie zog ſich wieder zurück, und als ich im Eifer des Augenblicks ſie verfolgen wollte, um mich zu verge⸗ wiſſern, ob ich recht gemuthmaßt, wurde ich von Bär verhindert, der um mich beſorgt iſt, wie die Iſraeliten
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