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Brita Kaiſa maß mich mit einem ſtolzen Blick und antwortete nachläſſig:„Was ich meinte? Nichts anders, als was ich ſagte.“„Dann habe ich ein Wort mit dir zu ſprechen,“ rief ich ergrimmt.„Du haſt mich un⸗ würdig beleidigt und ich verlange, daß du mich in Gegenwart der ganzen Rotte um Verzeihung bitteſt, und zugeſtehſt, daß Karl KlI. ein größerer Mann war, als Czar Peter, oder daß du dich mit mir ſchlägſt, wenn du Ehre im Leibe haſt und keine Memme biſt.“ Brita Kajſa wurde roth, ſagte aber mit einer abſcheulichen Kälte:„Um Verzeihung bitten? Nein, das fällt mir nicht im Schlafe ein. Mich ſchlagen? nun ja! Aber wo und mit was, etwa mit Stecknadeln oder.— „Auf Degen, wenn du keine Memme biſt— und hier. Wir können eine halbe Stunde vor den Andern da ſein. Die Waffen werde ich mitbringen. Pylades iſt mein Sekundant; wähle du dir gleichfalls einen.“ Ich ſagte dieß mit großem Stolz.
„Das wird nicht nöthig ſein,“ antwortete Brita Kajſa mit unerträglichem Uebermuth;„ich nehme euch beide auf mich.“
„Du mubt einen Sekundanten haben!“ rief ich, mit meinem kleinen Fuße ſtampfend.„So verlangt es die
Regel.“ „Nun gut, Grönvall! komm ein Bischen hieher.“ Eliſabeih Grönvall war gleichfalls ein großes Mäd⸗ chen, dumm und tappig, mit hängenden Lippen und von mir im Scherze Neſtor genannt.— Sie kam, ließ ſich auseinanderſetzen, um was es ſich handle und erklärte ſich ſogleich mit einer ſehr wichtigen Miene bereit, die Sekundantin meiner Gegnerin zu ſein.
„Morgen früh um neun uhr!“ ſagte ich⸗ indem ich
mich entfernte.. „Um neun Uhr,“ wiederholte Brita Kajſa mit einem
Hohnlächeln. Auf dem Heimweg veſchäftigte ich mich damit, Py⸗
lades Muth einzureden und mit guten und böſen Worten


