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dafür finvet ſich, Gott ſei Dank, Rath. In Beziehung auf das Geld hat Bär eine Einrichtung getroffen, die mir zugleich Vergnügen und eine gewiſſe Unruhe macht. Er legt all ſein Geld in eine Schatulle, wozu er zwei Schlüſſel machen ließ. Den einen hat er, den andern ich, und ich bin bevollmächtigt, zu jeder Zeit jede be⸗ liebige Summe aus der Schatulle zu nehmen, ohne ihm Rechenſchaft abzulegen. Dieſer Beweis eines vollkom⸗ menen Vertrauens auf meine Klugheit freut mich, allein ein ſolches Vertrauen iſt zugleich ein ſtrengeres Band, als wenn er geizig wäre. Ich fürchte immer zu viel zu nehmen, nicht gut genug hauszuhalten, und ſcheue mich bei kleinen und außerordentlichen Ausgaben, mein Herz und meine Laune zu befriedigen, denn ich ſelbſt habe keinen Heller in die Schatulle eingelegt; Alles, was ſich darin befindet, gehört Bär und iſt der Lohn für ſeine Bemühungen. Ich glaube, ich würde freiere Hand haben und es wäre beſſer, wenn er mir monatlich eine beſtimmte Summe ausſetzte. Ich machte ihm eines Tages dieſen Porſchlag, indem ich ihm mit einer Thräne im Auge meine Bedenklichkeiten eröffnete, allein er' wollte nicht darauf hören.„Sind wir denn nicht Eins?“ ſagte er,„und ich habe ſchon geſehen, daß du ein geſchickter Rechenmeiſter biſt.“ In Beziehung auf meine Skrupel verſicherte er mich, ſie werden ſich ſchon geben, wenn wir einmal beſſer mit einander bekannt ſeien, und ich werde dann finden, daß zwiſchen uns von keinem Mein und Dein die Rede ſein könne. Ich bin beinahe geneigt, an die Prophezeiung des guten Mannes zu glauben, indeß gedenke ich dennoch, ſowohl meiner eigenen Gewiſſensruhe, als auch der Ordnung zu Liebe, genaue Rechnung über meine ſämmtlichen Ausgaben zu
führen.
Eine herzliche Freude macht mir die kleine Magd, die mir Bär beſorgt hat und die ich ausſchließlich zu meinem eigenen Dienſte beftimmen will. Sie iſt ein
Bremer, die Nachbarn. 3


