Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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98 Jakob von Artevelde.

fer zu groß, um dem Andrange derſelben auf die Länge Widerſtand leiſten zu können. Artevelde's Freunde wur⸗ den zurückgetrieben und mußten ihren günſtigen Stand⸗ ort verlaſſen.

Gleich darauf war das Gemach mit Mördern ange⸗ füllt. Ghelnvot und ſeine Freunde, auf allen Seiten umringt, überrumpelt und an die Mauer gedrängt, ver⸗ theidigten ſich wie wüthende Löwen, obwohl das Blut ihnen ſchon aus vielen Wunden floß.

Mher van Lens verſuchte mit ſeinem Schlachtſchwerte ſich einen Weg durch die Feinde zu bahnen und wurde dadurch von ſeinen Freunden entfernt. Sein Schwert zerſprang in dieſem äußerſten Augenblicke und ein Beil ſchwebte über ſeinem Haupte. Lieven bemerkte die To⸗ desgefahr ſeines Freundes und ſprang mit aufgehobenem Dolche auf ihn zu, um den, der das Beil trug, zu er⸗ ſtechen. Er kam zu ſpät; der tapfere Ghelnoot lag ſter⸗ bend in ſeinem Blute. Dennoch zückte der Jüngling ſei⸗ nen Dolch auf die Bruſt des Mörders, die durch die Be⸗ wegung des Beiles entblößt war und ihm eine unfehl⸗ bare Rache darbot. Schon berührte ſein Stahl die Bruſt..... da erkannte Lieven ſeinen Vater! Ein herzzerreißender Schrei entfuhr ihm, und mit dieſem Schrei das Leben. Er ſtürzte zu den Füßen der Käm⸗ pfer nieder, wo ſein Leichnam, zertreten und zerſchmet⸗ tert, bald unkenntlich wurde.

Entſetzlich, abſcheulich war dies raſende Gefecht. Mehr als dreißig Leichen lagen auf dem Boden, verſtümmelt, zerhackt, mit zerſpaltenem Schädel, mit geöffneter Bruſt...

Stromn namen dort gle Kampf niederwe ſäet wur Die getödtet Treppe, ſich befa ſchlag 2 niederge Mörder nichten. Plu lautem ſchienen ſchwerer an ſeine L levoet? eindring fiel der und ſei Währe ſeiner Dolch Leiche! W