Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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72 Jakob von Artevelde.

terwerfung und die Geißel der Volksarmuth bringen. Es wäre nicht allein eine Unvorſichtigkeit, ſondern ſogar eine Miſſethat, wenn man nicht weiß, welcher Tag den Untergang von Flandern beſcheinen kann..... Nun denn, Freunde! ſeid Ihr noch der Meinung, daß ich mei⸗ nen Anſchlag aufgeben müſſe?

Anfangs antwortete Niemand auf dieſe Frage. Der Oberſchöffe hielt ſeinen Blick unbeweglich auf die Mähne ſeines Pferdes gerichtet und ſchien in tiefes Nachdenken verſunken.

Nach einem Augenblicke ſeufzte Pieter Zoetaerde:

Das alte vlämiſche Grafenblut verſtoßen und ver⸗ laſſen, um einen fremden Fürſten auf den Thron zu heben? Das iſt ein Gedanke, bei dem ſich mein Ge⸗ wiſſen wider meinen Willen gegen die trübe Nothwen⸗ digkeit empört.

In der That! bemerkte Artevelde,dieſer Ge⸗ danke würde veranlaſſen, daß man meinen Vorſchlag einſtimmig abwieſe. Ich weiß, welche Neigung die Vlä⸗ minger mit den Nachkommen der alten Grafen, den Vätern und Schützern unſerer Freiheit verbindet. Aber fließt nicht eben ſoviel von dieſem edlen Blute durch die Adern des Prinzen von Wales, wie durch die Ludwig's von Nevers? Iſt er nicht der Sohn Philippinens von Hennegau, der Nachkomme unſerer Gräfin Margaretha von Konſtantinopel? Ja, das alte vlämiſche Für⸗ ſtenblut füllt auch ſein Herz, und was ihn in meinen Augen erhöht, dieſes Blut iſt nicht durch den ver⸗ derblichen Einfluß des franzöſtſchen Hofes ausgeartet.

Kanntet Zoetaer Pie manns zu ſein. der Obe und ſag I Waͤ ten, hol W derniß fi erreicht e ben, iſt, Oberhau zuſetzen, wir müf machen, Seht, w kommen, nach alle ſich Dien Bericht d zu Brügg worfenen richte ein können, ſetzlichkeit und iſt e