Teil eines Werkes 
6 (1849)
Entstehung
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XVII.

Auf dem Kornmarkte angelangt, ſahen Ser van Vaer⸗ newyck und Artevelde von ferne Ghelnoot van Lens von einem verwirrten Haufen bewaffneter Bürger umringt ſtehen, mit den Füßen ſtampfend und ſich überhaupt wie ein Raſender geberdend. Seine Stimme ſchallte über den ganzen Markt, und er ſchwang wüthend ſein Schwert über dem Kopfe, als wolle er ſeine eigenen Leute nieder⸗ hauen. Näher kommend, bemerkte Artevelde zu ſeinem großen Schmerze, daß nicht mehr als funfzig Bürger dort verſammelt waren, und daß ſelbſt dieſe, ungeachtet ihrer geringen Anzahl, ſich obendrein im vollen Aufſtande ge⸗ gen ihren Hauptmann befanden, ihn bedrohten und ihm, wie es ſchien, den Dienſt verweigerten. Sobald ſie jedoch den Oberhauptmann ſahen, ſtellten ſie ſich ſchweigend in Reihe und Glied.

Ruhig, Freund Ghelnoot! ſagte Artevelde.Was erzürnt Euch denn ſo ſehr?

Bei Sanct Lieven! rief Mher van Lens;ich will ihnen lehren, meine Befehle zu verachten und wegzulau⸗ fen, wenn ich ihnen gebiete, ſtehen zu bleiben! Habe ich

Jakob von Artevelde. VI. 1