Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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ntel um, Lachen

Jakob von Artevelde.

XVI.

Die Mehrzahl der Schöffenbank hatte Artevelde's Vor⸗ ſchlag, Denys' Ernennung zum Mitregenten von Gent betreffend, mit Freude angenommen. Obwohl Jeder fühlte, daß in dieſer Ernennung eine große Gefahr liege, ſo war man doch über alle Bedenklichkeiten weggeſchrit⸗ ten, mit der Hoffnung, daß dies Mittel allmählig eine wahre Verſöhnung zwiſchen den beiden Parteien, welche die Stadt ſpalteten, herbeiführen, und der Streit zwi⸗ ſchen den Webern und Walkmüllern friedlich beigelegt werden könne.

Sehr bald bemerkte jedoch die Schöffenbank, zu wel⸗ cher beklagenswerthen Unvorſichtigkeit ſie ſich durch den Drang der Zeitumſtände hatte verleiten laſſen. Denn kaum hatte der Oberdechant einigen ihrer Sitzungen bei⸗ gewohnt, ſo begann er zu zeigen, was man von ſeiner Gegenwart im Rathe zu erwarten habe. Alles an ihm, Thaten, Worte, Geberden war Leidenſchaft, Haß und Gewalt. Um ſeiner ungeduldigen Ehrſucht zu fröhnen, oder von ſich reden zu machen und als ein erfinderiſcher Mann zu erſcheinen, machte er unaufhörlich Vorſchläge, um Alles in der Regierung der Gemeine zu verändern, indem er mit hohltönenden Redensarten gegen Mis⸗ bräuche zu Felde zog, die er durch Unmöglichkeiten und ungerechten Zwang erſetzt ſehen wollte. Gelang es ihm