Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Er fand nit dem hränen

Augen

ger auf

gerührt. ſeinem

e es ſich danken. erfreut

unn nach

zruß mit dem un⸗

nach und t ſpötti⸗ h zu ſich

en Stri⸗ e, blickte an meine

ich durch

Jakob von Artevelde. 97 Falſchheit irre zu führen. Man bietet mir Freundſchaft an, um mich von denen abzuziehen, die mir anhängen.... Und man glaubt, daß ich unbeſonnen genug ſein werde, um mir auf dieſe Weiſe die Vernichtung meines Ein⸗ fluſſes gefallen zu laſſen? daß ich einwilligen werde, mich um die Uebermacht zu bringen, jetzt, da ſie mir winkt? daß ich meine Rache aufgebe, jetzt, da ich ſtark genug bin, um Furcht einzujagen und zu ſtrafen? Nein, nein! keine Schwäche! Ich muß ihn unterdrücken, ihn zertreten und allein gebieten. Ha, Jakob von Artevelde! Du haſt ge⸗ meint, es ſei genug, Verſtand zu beſitzen und große Tha⸗ ten gethan zu haben, um ewig von dem Volke auf dem Schilde getragen zu werden! Thorheit! Jetzt kommt die Reihe an mich. Schon verblendet Dich das Vorgefühl Deines Falles.— Wo iſt nun Deine Weisheit, Dein Verſtand? Wie ein unvorſichtiges Kind lieferſt Du Dich mir in die Hände. Du willſt Deine Macht mit mir thei⸗ len? und wähnſt, daß auf dem Schöffenhauſe von Gent Platz genug für uns Beide ſei? Das wollen wir ſehen! Ich ſoll die Weber zur Nachgiebigkeit ermahnen! Thor⸗ heit! Dieſer Zwiſt macht Dich zittern. Du ſiehſt voraus, daß es ein Feuer iſt, welches Dich verzehren muß. Und ich ſollte Waſſer gießen in die Flamme, die meinen Feind zu verderben droht? Wer glaubſt Du denn, daß ich ſei? Nein, nein! Du ſollſt zu Boden ſtürzen und zerſchmettert werden, und zu mir noch die Hände ausſtrecken und um Gnade flehen! Dann ſollſt Du Geeraert Denys kennen lernen; dann wird er Tropfen für Tropfen Dir die Galle einflͤßen, die Du in ſeinem Innern geſammelt haſt. 7

Jakob von Artevelde. V.