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Jakob von Artevelde.
Gebet zu Gott, dem er dankte, daß er ihn an dieſen Ort geführt habe, um ihn aus dem Abgrunde tödtender Ver⸗ zweiflung zu retten. Er fühlte jetzt ſein Gemüth erleich⸗ tert; ihm waren Kräfte geſchenkt worden, um ſein end⸗ loſes Weh geduldig zu tragen; es war ihm vergönnt worden, Troſt und Labſal zu finden in der Aufwallung der Seele ſeiner Geliebten zu dem Herrn.
Kaum hatte er einige Augenblicke dort geſeſſen, ſo benachrichtigte ihn ein allgemeines Geräuſch mit den Stühlen und das Aufſtehen der Beggynen, daß der Abendgottesdienſt zu Ende ſei. Er ſtand ebenfalls vom Betſchemel auf und blickte eine Zeit lang auf die Beggy⸗ nen, welche ſämmtlich ihre Kopfbedeckung abnahmen, ſie in eine neue Form legten und wie ein langes herabhängen⸗ des Tuch um den Kopf befeſtigten, ohne diesmal ihr Ant⸗ litz zu verbergen. Als ſie dies gethan hatten, näherten ſie ſich, eine nach der anderen, dem Weihkeſſel, wo Lie⸗ ven ſtand, und verließen dann die Kirche.
Zuletzt ſtrahlte auch Veerle's liebreicher Blick aus der Ferne dem Jünglinge entgegen. Sie näherte ſich mit der Röthe der Schaam auf der Stirn und ſah ihn heiter und durchdringend an, während ſie Weihwaſſer nahm.
„Ach, Veerle! wie ſingſt Du ſchön!“ ſeufzte Lieven. „Mein Herz zittert noch vor Bewunderung.“
Die Jungfrau beugte das Haupt und ſagte, beinahe unhörbar:
„Sonntag, Lieven, komme recht frͤh!“
Sie ging nun raſch aus der Kirche, gleichſam als fühle ſie Reue, die Regel der Beggynen verletzt und in
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7 Kirchen
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