Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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Jakob von Artevelde.

Feuer der Hölle auch Dein Gehirn, o grauſamer Sohn, ſo würdeſt Du den feigen Tyrannen verfluchen, der Dei⸗ nen unglücklichen Vater unterdrückt und tödtet; Du wür⸗ deſt gleichfalls von dem Himmel verlangen, ſein verhaß⸗ tes Blut fließen zu ſehen, als Racheopfer für das Böſe, das er mir, ſeinen Brüdern, dem Vaterlande zugefügt hat. Aber Du biſt blind, Du beteſt meinen ſchänd⸗

lichen Mörder an.... Ha! Du weinſt, Lieven, Du

fühlſt Reue über Deine abſcheuliche Neigung zu dem ſchnödeſten aller Menſchen....

Ach, ach! wohin bin ich gekommen! ſeufzte Lie⸗ ven mit Thränen in den Augen.O, Vater, warum zwingſt Du mich mit Gewalt, Dich zu beurtheilen? Warum haſt Du Dein Inneres vor mir bloßgelegt? Selbſt wenn ich mich auch freiwillig täuſchen wollte, ſo kann ich doch keine Entſchuldigung für Dich mehr finden. Muß ich denn die ſchrecklichſte aller Pflichten erfüllen? Soll ich Dir in dieſer feierlichen Stunde die Wahr⸗ heit ſagen?

Wahrheit oder Lügen! ſprich, ich gebiete es Dir! rief Denys mit drohender Stimme.

O, möge Gott einen Lichtſtrahl in Deinen Geiſt ſenden, Vater! entgegnete Lieven.Mögeſt Du mein kühnes, doch ehrerbietiges Wort geduldig anhören! Viel⸗ leicht kehrt dann noch die Ruhe in Dein gefoltertes Ge⸗ müth, und das wohlthätige Gefühl der kindlichen Liebe in mein blutendes Herz zurück. Du nährſt gegen Mher Artevelde einen glühenden Haß, Du rühmſt Dich deſſen

ſogar. Dieſe ſtets verwerfliche Leidenſchaft kann einiger⸗

maf

ſcher

land