Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6 Jakob von Artevelde.

Erwartung, daß van Steenbeeke's Tücke ihnen genug Furcht einfloͤßen würde, um ſie auf beſſere Gedanken zu bringen. Seine Herzensgüte blendete ihn ſo ſehr, daß ſie ihn glauben machte, der Neid ſei eine Leidenſchaft, welche aus dem Herzen, in dem ſie einmal Wurzel geſchlagen, ausgerottet werden könne; daß die Verleumdung durch Edelmuth oder durch Tugend ſich beſiegen laſſe, da es doch Tugend, Edelmuth und Gröͤße allein ſind, welche Neid und Verleumdung erzeugen.

Sich ſelbſt nochmals vergeſſend, um ausſchließlich für das Heil ſeines Vaterlandes zu wirken, begann er ſich nach Mitteln umzuſehen, die ſeine eigene Macht verringerten und Flandern eine Einrichtung gaben, wel⸗ che endlich deſſen Fortbeſtehen eine feſte Grundlage zu verleihen im Stande waren.

Er ſchlug nämlich vor, das Land in drei unzertrenn⸗ liche Gebiete zu theilen und für jedes einen Oberhaupt⸗ mann zu wählen, bekleidet mit derſelben Macht, wie ſie ihm über Gent eingeräumt war. Brügge ſollte über die Striche gebieten, welche man Het Vrye, Ooſt, Weſt und Noord mit deren dazu gehörigen Gemeinen nannte. Das ganze Weſtviertel mit dem Leikant ſollte unter Ypern ſtehen, während die vier Ambachten, das Land von Waes, Audenaerde und Kortryk zu dem Grundge⸗ biete der Stadt Gent gezogen wurden. Nichts Wichti⸗ ges, die gemeinen Dinge des Landes betreffend, ſollte künftig unternommen werden ohne die Zuſtimmung der drei Hauptgebiete von Flandern, ſo daß, wenn zwei Glieder beſchlöſſen, das dritte Glied ſich dieſem Beſchluſſe

unter geſetz der d übric öffen Krie richtt die und

Hau

geno

Frer Bur tevel ihm Pro van den

und

weit van wäl Pier und

nack und