Teil eines Werkes 
5 (1849)
Entstehung
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XIII.

Der Schöffenſpruch, durch welchen Ser van Steenbeeke nebſt achtzig der vornehmſten Leliaerds auf funfzig Jahre aus dem Lande Flandern verbannt worden, wurde au⸗ genblicklich ausgeführt, und Artevelde als Oberhaupt⸗ mann wieder in ſeine vorige Macht und Würde einge⸗ ſetzt. Da ganz Flandern ihm zujauchzte, ſo ſah er ſich bei dieſer Wendung ſeines Schickſals plötzlich im Beſitze eines Einfluſſes und Anſehens, deſſen Grenzen nicht mehr zu unterſcheiden waren. Es wäre ihm in dieſem Augenblicke ein Leichtes geworden, ſeine ſchändlichen Nei⸗ der und Verleumder zu ſtrafen und das Land von der abſcheulichen Brut zu ſäubern, welche alle ſeine Schritte hinderte, die er zu Flanderns Größe und gänzlicher Be⸗ freiung unternahm. Aber es lag nicht in ſeinem Cha⸗ rakter, Gewalt zu gebrauchen, ſo lange noch irgend ein ſanfteres Mittel ihm die Hoffnung gab, ſeinen edlen Zweck auf eine andere Weife zu erreichen. Obſchon er wohl wußte, welchen Antheil mehrere ſeiner Neider an dem Aufſtande der Leligaerds genommen hatten, ſo ließ er doch dem Schöffenrathe nichts davon merken, in der

Jakob von Artevelde. V. 1