Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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66 Jakob von Artevelde.

anbietet? Nein! nicht wahr? Solche Schande muß von Flandern abgewehrt werden.— Aus Gent, aus dieſer Verſammlung ſoll zum zweiten Male das Licht der Be⸗ freiung, das Wort der Erlöſung hervorgehen, und noch⸗ mals ſoll das Vaterland unſere ruhmreiche Stadt ſegnen als die Wiege der vlämiſchen Größe! Ich habe Wochen lang auf ein Mittel geſonnen, um dem drohenden Un⸗ heile einer Umwälzung vorzubeugen. Die Nothwendig⸗ keit zwang mich, einzuſehen, daß uns nichts retten kann, als die Annahme eines Geſetzes, welches der öffentlichen Macht das Recht zuerkennt, Jeden feſtzunehmen, der das Volk zur Empörung aufwiegelt, oder offenbar zu Frank⸗ reichs Vortheile heimliche Pläne ſchmiedet.... Selbſt, meine Herren, wenn es auch Schöffen oder andere Ma⸗ giſtratsperſonen gilt, ſobald dieſe augenſcheinlich ihr An— ſehen misbrauchen, um den Fremdling in ſeinen An⸗ ſchlägen zu unterſtützen..... 41 „Hal ich verſtehe Eure Drohung!“ ſchrie Ser van Steenbeeke, während ſeine Anhänger die Fäuſte gegen Artevelde ballten und ihn zähneknirſchend betrachteten. „Ihr habt dieſe Verſammlung mit Bewaffneten um⸗ ringt, damit die Furcht uns hindere, uns Euren böſen Anſchlägen entgegenzuſtellen, damit die Angſt vor dem Gefängniſſe oder dem Tode den Muth in unſerer Bruſt erſticke. Und Ihr wagt zu ſagen, daß Ihr kein Tyrann ſeid? Ihr, der Ihr auf bloßen Verdacht hin verlangt, Schöffen von Gent feſtnehmen zu dürfen? Was mich betrifft, ſo kann mich nichts Eurer verhaßten Gewalt un⸗ terwerfen, und ich erkläre Euch hier, daß, wenn Ihr, der

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