Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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„Daß Ihr ein muthiger Mann ſeid, ungemein mit Vernunft und Verſtand begabt; daß Niemand in Gent mehr dazu geeignet iſt, das Glück der Gemeinde zu ſichern, als Ihr. Weiter nichts. Pieter Taggelinck allein weiß Alles über Euch und mich.— Das war nicht an⸗ ders möglich und geſchah ja mit Eurer Zuſtimmung.“

„Es iſt gut, Muggelyn!“ ſprach Denys, dem Ri⸗ bauden vergnügt die Hand drückend.„Heute Abend noch ſollt Ihr die zwanzig Pfund haben. Jetzt von etwas Anderem! Was ich Euch nun ſagen werdo, iſt ſehr ernſt⸗ haft; ich erſuche Euch alſo, mir Eure ganze Aufmerkſam⸗ keit zu ſchenken und nicht zu ſpaßen; es iſt zu wichtig!“

„Ich höre,“ ſagte der Ribaudenkönig, ſich in den Seſſel zurücklehnend;„und wenn ich lache, zieht mir heute Abend zwei Schellinge an den zwanzig Pfund ab.“

Der Oberdechant ſchob ſeinen Seſſel näher und ſprach:

„Es reicht nicht hin, Muggelyn, daß wir eine Um⸗ wälzung machen; es muß auch dafür geſorgt werden, daß dieſe zu unſerem Vortheile ſei. Ser van Steenbeeke iſt der Führer und das Haupt der Verſchwörung; ich ſelbſt thue, als erkennte ich ihn dafür an, weil wir durch dieſes Mittel alle Anhänger des Königs von Frankreich zu Hülfsgenoſſen bekommen und ohne ſie nicht mächtig genug ſein würden, einen gewaltigen Anſchlag zu wagen. Wenn wir nun unvorſichtig der Sache ihren natürlichen Lauf ließen, ſo würde die Umwälzung ganz andere Fol⸗ gen haben, als wir wünſchen. Man würde den Gra⸗ fen zurückrufen, das Bündniß mit England brechen und unter Frankreichs Herrſchaft ſtellen, die Bürgerſchaft ent⸗