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Jakob von Artevelde. 25
ſie Niemanden gegeben. Ihr glaubt doch nicht, hoffe ich, daß ich mit fünf Pfund zweihundert Mann erkaufen könne? Nun denn! um Niemanden neidiſch zu machen, habe ich warten wollen, bis Ihr mich in den Stand ſetztet, alle unſere Leute zu gleicher Zeit zu befriedigen.“
„Mag es ſein!“ ſeufzte Denys mismuthig.„Ihr habt alſo noch fünf Pfund!“
„Drei Pfund, Meiſter! drei Pfund! Ich habe außer den fünf Pfund, die mir zukamen, noch zwei Pfund von Euch geliehen; aber fürchtet nichts, ich werde ſie Euch zurückgeben, ſobald Ihr Oberhauptmann von Gent ſeid und ich meine große Belohnung erhalte. Ihr könnt ſie dann ſelbſt davon abziehen.“
Der Oberdechant ſah ein, daß der König der Ribau⸗ den nicht ablaſſen würde, bis er ihm noch einen Haufen Goldes aus der Taſche gelockt habe. Da er jedoch Mug— gelyn's Hülfe nicht entbehren konnte und aus Erfahrung wußte, daß er trotz allen dieſen Schalksſtreichen am Ende doch thue, was man von ihm verlange, ſo bezwang er ſich und ſagte mit ſcheinbar ruhigem Tone:
„Eure Dienſte koſten mir ſchon den Preis eines ſchönen Hauſes, Muggelyn! In Betracht jedoch der Ge⸗ fahr, welcher wir entgegengehen, will ich nicht länger über Eure Vergeudung Worte verlieren. Laßt hören, wie viel verlangt Ihr noch, um die zweihundert Mann zu befriedigen?“
„Nun, mich dünkt, daß, wenn Ihr mir noch zwan⸗ zig Pfund gebt, ich mit großer Sparſamkeit Jeden werde zufrieden ſtellen koͤnnen.“


