Teil eines Werkes 
4 (1849)
Entstehung
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22 Jakob von Artevelde.

ſo ſah man doch deutlich, daß Betrübniß und Verzweif⸗ lung ſtrebten, ſich ſeiner zu bemeiſtern.

Der König der Ribauden hatte halb lächelnd und mit einer Art ſcherzhafter Verwunderung die Klagen des Oberdechanten angehört. Er ſchien ſich ſogar an deſſen Entſetzen zu erluſtigen und fiel ihm nun in die Rede:

Nun, Meiſter! flößt der morgende Verſuch Euch ſo viel Schrecken ein, um Eure Sinne zu verwirren? Oder iſt die Sache bereits misglückt? Um deſto beſſer; denn mir gefiel ſie doch nicht ganz. Wißt Ihr wohl, Mher Denys, daß ſehr viele Ameiſen dazu gehören, um einen Löwen aufzufreſſen?

Mich verrathen! Mein Leben Männern anver⸗ trauen, die man mit einem Kruge Wein erkaufen kann! ſeufzte der Oberdechant.Ach, Muggelyn! ſoll das der Lohn für meine Güte ſein?

Der Teufel mag wiſſen, auf welche Schlange Ihr tratet, Mher Denys! Ihr haltet mir da einen Sermon über Schaffot und Galgen, weil ich Euren Namen ver⸗ rathen haben ſoll! Aber ich möchte doch wiſſen, welche Läſterzunge Euch das geſagt hat. Sie ſollte nicht lange in dem lügenhaften Munde bleiben.

Höre ich nicht aus Eurem eigenen Munde und dem Eurer Leute, daß Ihr ihnen geſagt habt, was wir mor⸗ gen vornehmen wolltet? Und habt Ihr mich nicht ge⸗ nannt als Theilnehmer an der Verſchwörung? 44

Iſt das die Urſache Eurer Betrübniß, Meiſter? fragte Muggelyn mit erheuchelter Verwunderung.Ich habe einigen meiner muthigſten Leute, und vorzüglich

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